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Bremsklötze ganz runter fahren

#1 von barney , 11.10.2014 06:54

Nun, vorab, es geht um einen relativ neuen Corsa. 60tkm auf der Uhr. Laut Werkstatt sind Beläge demnächst fällig, Scheiben sind noch gut.
Vor einer Woche war die gute Frau hier und ich wollte die Beläge, die sie besorgt hat, einbauen. Hab mich aber geweigert, da die Scheiben runter waren am Minimum.
Dann hab ich mich gefragt, warum von den 4 Klötzen nur einer einen Verschleißanzeiger hat (der hat nämlich noch nicht angeschlagen, der gegenüberliegende Belag aber schon die Scheibe ruiniert. Auf jeden Fall fuhr sie dann noch bis die Scheiben ankamen und ich hab gestern gewechselt. 60tkm mit der ersten Bremse find ich aber okay, Scheibenverschleiß ist halt bißl mehr wie ich von Honda kenn.


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RE: Bremsklötze ganz runter fahren

#2 von krb , 11.10.2014 07:58

Das scheint auch für andere Marken zu gelten. Bei mir steht ein SLK noch schneller, nämlich maximal nach 50.000 km zum Scheibenwechseln auf der Bühne. Das kennt mann nicht von Honda. Der 1er von Volker ist auch viel eher dran, als ich das gewohnt bin. Aber für Opel scheint das normal zu sein, denn der Astra von Volkers Bruder braucht auch alle paar Jahre neue Scheiben, obwohl der Wagen nur wenig bewegt wird.


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RE: Bremsklötze ganz runter fahren

#3 von Ubbedissen , 11.10.2014 08:30

Zum einen haben moderne Fahrzeuge ein sog. intelligentes Bremsensystem wie ABS u.a. Hiermit
bremst ja der Wagen oft vom Fahrer unbemerkt das jeweilige Rad ab. Dies kann schon mal einen unterschiedlichen
Abrieb der Bremsbeläge/Scheiben erklären.

Das nur ein Verschleißfühler eingebaut ist, mag aus Kostengründen so sein. Konstrukteure gehen aber auch
davon aus, dass sich alle Beläge generell gleichmässig abnutzen und das der erste Kontakt mit der Bremsscheibe
den Wechsel frühzeitig genug anzeigen soll.

Grundsätzlich sind Arbeiten an der Bremse nur von fachkundigen Personen auszuführen !

Ungleichmässiger Verschleiß an der Bremse kann aber auch von schwergängigen Bremskolben/teilen herrühren.

Ich hatte mal an einen Fzg. einen von 4 Bremsbelägen total runter, die anderen 3 waren noch gut (voll).
Dies lag in meinem Fall an einem schwergängigen Bremskolben. Diesen habe ich dann mit einem Bremskolben Reparatur-Set von ATE
instandgesetzt, den anderen natürlich vorsorglich auch.

- Bremssattel/Kolben und Teile ausbauen, reinigen, neue Dichtung (Kolben), Kolben leicht schmieren. (nur mit Bremszylinder-Paste)
- Führungen der Bremsbeläge leicht mit geeigneten Dauerschmierstoff z.B. "Plastilube" einfetten.
- Bremssystem gründlich entlüftet (auch den ABS-Block), DOT4 erneuert, Bremsentest auf dem Prüfstand machen lassen. (7 EUR)

Nun bremst der Wagen wieder schön gleichmässig, die Bremsleistung ist voll da.

Mike








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RE: Bremsklötze ganz runter fahren

#4 von SaschaOF , 11.10.2014 09:13

Accord CM1 - neue Scheiben nach 7,5 Jahren und 93000 km
Accord CU2 - nun 6 Jahre und 97000km alt - bisher keine neuen Scheiben
MB B200 - nach 7 Jahren und ca 95000km neue Scheiben
Der Renault Megane ist wohl nicht repräsentativ - der hat nach 8 Jahren noch die ersten Scheiben, aber auch noch keine 30000km
Die vom Legend halten auch noch eine Weile, wann die reingekommen sind weiß ich nicht



 
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RE: Bremsklötze ganz runter fahren

#5 von krb , 11.10.2014 09:38

Ich habe nur noch von zwei Hondas realtiv zuverlässige Daten:

- Accord Aero Deck CC9, rund 220.000 km, einmal die Scheiben gewechselt (wann genau weiß ich leider nicht mehr)
- Jazz AA, rund 104.000 km, Erstausstattung

Allerdings muß ich ergänzen, daß sämtliche Experten mit mir meckern, weil ich die Scheiben angeblich nicht rechtzeitig austausche. Beide oben genannten Fahrzeuge wurden aber vom freundlichen Honda-Händler bis zum Erreichen ihrer jetzigen Laufleistung regelmäßig gewartet, so daß ich keinen Einfluß auf die Entscheidung zum Tauschen oder Nicht-tauschen hatte.


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RE: Bremsklötze ganz runter fahren

#6 von pironie , 11.10.2014 11:41

Bei meinem T4 Caravelle TDI hatten die vorderen Scheiben 120 000km bei drei Belagwechselzyklen durchgehalten und die hinteren mit zwei Belagwechseln sind bis zum Verkauf des Wagens mit über 200 Tkm noch tiptop gewesen.
Bei Schwimmsattelbremsen ist halt immer auf Leichtgängigkeit der Führung zu achten und peinlichst Verletzungen der Führungsabdichtungen zu prüfen.
Mein '80er SJ hat mit seinen ~ 70 Tkm immer noch die ersten B.-Scheiben drin, die sind noch prima erhalten werden noch weit über die 100 Tkm mitmachen.


 
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RE: Bremsklötze ganz runter fahren

#7 von SIGGI , 11.10.2014 12:06

Hallo!
Hab ich ein Civic gehabt bj.1998. 1,5 v-tec.
Erste bremsklötze mit scheiben beim 100.000 km gewechselt.
Grüß SIGGI.


 
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RE: Bremsklötze ganz runter fahren

#8 von legoloco , 11.10.2014 17:44

Beim 107/C1/Aygo schreibt man im forum auch von 40000km und scheiben weg.

Ich habe aber 83000 km gefahren mit mein 107 mit die erste scheiben und klötse.
Wie ich ihm in zahlung gab waren die noch immer drauf...

Der witz ist dass ab 45000km die Peugeot werkstatt gesagt hat dass bremsklötse hin waren und erneuert werden müsten....



 
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RE: Bremsklötze ganz runter fahren

#9 von barney , 12.10.2014 06:35

Beim ED9 hab ich mit so ca. 80tkm die ersten Klötze v/h gebraucht. Scheiben weiß ich nicht mehr, glaub erst mit 120tkm oder so.
Stream kann ich schlecht sagen, da die Bremse gelegentlich umgebaut wurde, auf jeden Fall ist der Verschleiß mit der ATR Bremse ähnlich wie mit Serienbremse, Bremskraft gefühlt aber um Meilen besser.
Die ED9 Bremse im Shuttle (Serie) ist vom Verschleiß her gutmütiger. Hab aber keine Ahnung was ich da an Verschleiß hab, kann mich aber nicht erinnern da mal geschraubt haben zu müssen. Und Auto ist bei mir seit 120tkm.

Zurück zum Opel. Die Sättel waren mit 60tkm natürlich noch leichtgängig, Belag der anderen 3 Klötze war halt noch so 2 mm, nur der eine war halt total unten. Den Spruch von oben mit dem fachkundigen Personal find ich gut. Also ich hab das ganze ja nicht gelernt, sondern mir selbst angeeignet. Zumindest hab ich zum Scheibenwechsel geraten und die freie "Fachwerkstatt" gemeint vor paar Monaten, dass die noch gehen. Sorry, aber Leute vom "Fach" werden immer seltener. Die gute Frau hat jetzt auch nicht soviel Geld über, dass sie jedes Mal zum Opelhändler fährt und für 500 EUR Scheiben und Beläge wechseln läßt. Wobei man auch hier nicht weiß, welche Leistung man zu erwarten hat.

Meine Meinung:

Gute Bremskraft höherer Verschleiß. Man kann auch bißl mit besseren Belägen arbeiten, die nehmen zwar die Scheiben stärker her, dafür verringert man Fading und bremst halt gleich gut.


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RE: Bremsklötze ganz runter fahren

#10 von Ubbedissen , 12.10.2014 10:48

Morgen Foris und einen schönen Sonntag,

ob ich den Spruch bringen soll, hab ich mir auch erst überlegt...

Zitat
Den Spruch von oben mit dem fachkundigen Personal find ich gut.



Das hier im Forum die meisten User Bremsbeläge wechseln können, ist mir schon klar. Von daher
wäre mein Hinweis unnötig gewesen.

Aber wer weiß, wer hier so alles liest, obige Anleitung hernimmt und dann damit aufgrund fehlender Erfahrung Unfug baut!


 
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RE: Bremsklötze ganz runter fahren

#11 von Kröte , 12.10.2014 11:02

Zum Thema Bremsscheibenwechsel gibt es von den Fahrzeugherstellern Vorgaben, wie dick die Scheibe mindestens noch sein muss bis sie zu tauschen ist. Die meisten Leute, die privat ihre Bremsanlagen warten und auch vermutlich 75% oder mehr der Werkstätten gehen danach, ob die Scheiben "noch gut aussehen". Wirklich nachmessen tut kaum jemand. Meine persönliche Erfahrung, grade bei Fahrzeugen neuerer Baujahre sind inzwischen, dass die Mindestdicke der Scheibe bereits nach dem ersten Satz Bremsbelägen erreicht, teilweise sogar unterschritten ist.
Dementsprechend gehört meiner Meinung nach zu einer fachgerechten Überprüfung der Bremsanlage auch das Messen der Bremsscheibendicke.



 
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RE: Bremsklötze ganz runter fahren

#12 von krb , 12.10.2014 11:21

Zum "guten Aussehen" gehört mindestens das Vergleichen der Dicke, die zum Austausch geraten ist, mit der schätzbaren. Ich habe hier bei mir zu Hause glücklicherweise immer Experten, die schnell zum Wechseln raten und dann wird bei Zweifelsfragen sogar nachgemessen. Bisher hatte ich immer recht! Und das, wo meine Augen nicht mehr richtig mitmachen. Aber dafür sind meine Finger geübt genug.

Bei jedem Reifen- bzw. Räderwechsel ist die Kontrolle spätestens angesagt und wie "gemessen" wird ist eigentlich gleichgültig, nur das Mindestmaß darf nicht unterschritten werden!

Selten genutzte Scheiben müssen aber mitunter auch dann ausgetauscht werden, wenn sie nicht abgefahren sind.

Sicherheit geht vor!


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RE: Bremsklötze ganz runter fahren

#13 von barney , 12.10.2014 17:13

Hatte ich beim ATR, da war hinten die Mindeststärke noch nicht unterschritten oder erreicht, aber Rost also weg damit. Beim Stream bin ich vorne schon unterm Mindestmaß, brauch hier noch Beläge, dann wechsel ich die beim nächsten Reifenwechsel auch gleich.
Wenn man sich ein bißchen um sein Auto kümmert, technisch die Ahnung hat, dann weiß man auch wann man was zu tun hat. Wer seine Finger noch nie an den Bremsen hatte, der sollte es auch bleiben lassen. Bißl Erfahrung gehört wie bei vielen Dingen im Leben auch hier dazu.


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RE: Bremsklötze ganz runter fahren

#14 von Bastifantasti , 12.10.2014 17:33

Man muss aber immer bedenken, dass der Verschleiss auch auf die größe der Bremse zurück zu führen ist.
Ungleichmäßige Abnutzung z.B. Klotz aussen gut Klotz innen Runter ist bei aktuellen Modellen gang und gebe und nicht unbedingt auf einen defekt zurück zu führen.
Ein gelernter Mechatroniker sollte schon noch beurteilen können ob eine Scheibe an der Grenze ist und auch ggf. Nachmessen. Wenn er das nicht macht/kann hat er seinen Beruf verfehlt.
Normal ists eher so, dass bei der Annahme noch intakte Scheiben "mit verkauft" werden und wir in der Werkstatt uns nachher Fragen warum bitte? Naja verkaufen verkaufen verkaufen.


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RE: Bremsklötze ganz runter fahren

#15 von barney , 13.10.2014 03:57

Hmmm, also der Corsa ist paar Jahre alt und der tote Klotz war links außen. Der gelernte Mechatroniker ist zumindest Meister und seit einem halben Jahr hat er die Werkstatt übernommen in der er seit Jahren arbeitete. Sorry, aber ich hab nach Demontage des Rades gleich gesehen, dass der Rand der Scheibe nen Millimeter hat, dass man da wohl ziemlich am Verschleiß ist. Und die Rillen in der Scheibe sprachen auch eine deutliche Sprache. Manchmal frag ich mich einfach....


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