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Die 20 wichtigsten Autos der letzten 80 Jahre: NSX auf Platz 16

#1 von diedoro , 20.04.2010 11:17

Was Hollywood für die Filmwelt ist Genf für die Automobilbranche. In diesem Jahr feierte der Salon seinen 80. Geburtstag. Und der Stargast war zweifelsohne der neue Porsche 918 Spyder. Doch Aufsehen erregende Karossen gab es auf dieser Messe schon immer. Hier die 20 wichtigsten Weltpremieren seit 1930.


Am Genfer See werden zum Frühlingsbeginn die internationalen Auto-Festspiele gefeiert, und dies fast immer mit einem beispiellosen Premierenfeuerwerk. Über 2000 Weltpremieren in 100 Jahren kommen so zusammen. Möglich macht dies der neutrale Boden, denn die Schweiz besitzt praktisch keine Autoindustrie. Kaum möglich dagegen ist es, die wichtigsten der 2000 Neuvorstellungen aufzulisten. Dennoch: Hier eine ultimative Chartshow automobiler Meilensteine des Genfer Salons.

Platz 20: Ferrari F50 von 1995. Eine Rangliste der größten Weltpremieren ohne Ferrari? Unvorstellbar. Und so steht ein Modell der weltweit bekanntesten Sportwagen- und Rennwagenmarke gleich am Anfang. Als Nachfolger des 1987 in Maranello präsentierten und nicht nur von Fans als Meilenstein gefeierten F40 wurde acht Jahre später der F50 in den Genfer Messehallen enthüllt. Wie schon beim Vorgänger symbolisierte die Typenbezeichnung des F50 den runden Geburtstag der Marke – diesmal allerdings zwei Jahre zu früh. 1997 lief die Produktion des Supersportwagens mit Formel-1-Technik nach Erreichen des wertsteigernden Limits von 349 Exemplaren bereits wieder aus. Chassis und Karosserie waren beim F50 aus Kohlefaser-Verbundmaterial und kombiniert mit einem hinteren Gitterrohrrahmen. Das 521 PS starke V12-Triebwerk beschleunigte den Spider mit abnehmbarem Hardtop auf 325 km/h, damit war der F50 das schnellste Cabrio der Welt.
Platz 19: Ford Focus von 1998. Design war auch das Erfolgsgeheimnis des Ford Focus. Mit seinen „New-Edge“-Linien fand Ford Europa zu neuer Identität und Größe. Vorbei war die Zeit des beliebigen Escort und des glattgelutschten Weltautos Mondeo, das sich in den Augen nicht weniger Kunden kaum mehr von einigen japanischen Wettbewerbern unterschied. Der markant gezeichnete Ford Focus glänzte als Star am Genfer See, kurz danach in den Zulassungsstatistiken und schließlich sogar auf Rallyepisten. Dauerhafte Erfolge, die mittlerweile von der dritten Focus-Generation fortgesetzt werden sollen.

Platz 18: Opel Olympia von 1935. Er ist der Vater des modernen Automobils. Mit dem Opel Olympia ging vor einem Dreivierteljahrhundert die selbsttragende Karosserie in Großserie. Ein technischer Fortschritt von solch weltweiter Bedeutung, dass Opel ihn nicht auf der Berliner IAA, sondern auf dem internationaleren Parkett in Genf enthüllte.

Platz 17: Mercedes-Benz A-Klasse von 1997. Unsterblich in der Chronik des Automobils machte sie der legendäre „Elchtest“, dabei sollte die A-Klasse eigentlich vor allem die Strahlkraft des Sterns auf die Kompaktklasse ausdehnen. Als jedoch ein schwedischer Journalist die A-Klasse beim Ausweichmanöver des sogenannten „Elchtests“ ins Kippen brachte, initiierte Mercedes ein Krisenmanagement, das bis heute als beispielhaft gilt. Dazu zählt auch serienmäßige Einbau des elektronischen Stabilitätsprogramms ESP.

Platz 16: Honda NSX von 1990. Supersportwagen sind das Salz in der Suppe des Automobilbaus. Erster japanischer Supersportler war der Honda NSX, dessen bereits lange erwartete Serienversion vor 20 Jahren feierlich in Genf enthüllt wurde. Der 274 PS leistende Mittelmotor-Sportler verfügte über Karosserie und Fahrwerk aus Aluminium, damals eine Weltneuheit. Der Honda NSX war zehn Jahre lang vor allem in Amerika und Japan erfolgreicher Herausforderer von großen Porsche oder kleinen Ferrari.

Platz 15: Citroen SM von 1970. Er stahl allen die Show. Gegen den SM, das extravagante Citroen-Flaggschiff mit Maserati-Motor, waren in Genf vor 40 Jahren sogar Supersportler wie Alfa Montreal, Lamborghini Jarama oder Mercedes C 111 chancenlos. Der erste Oberklasse-Citroen verband den opulenten Komfort einer Luxuslimousine mit dem sportlichen Schick eines Coupés. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 220 km/h war er schnellster Serienwagen mit Frontantrieb. Dazu präsentierte der SM technische Innovationen wie hydraulisches Kurvenlicht und eine geschwindigkeitsabhängige Servolenkung.

Platz 14: Mini Cooper S von 1963. Der kleine Engländer war bereits im vierten Lebensjahr, aber erst jetzt mauserte er sich zum Kultmobil. Cooper S hieß die Erfolgsformel, die dem Kleinwagen gleichermaßen Anerkennung als Society-Spielzeug auf Großstadtboulevards wie als Sportgerät verschaffte. In Genf debütierten 1963 und 1964 die neuesten Straßenversionen des frisch gekürten Rallye-Monte-Carlo-Siegers. Legendäre Erfolge, von denen schließlich sogar die (BMW) Mini Cooper des 21. Jahrhunderts profitieren.

Platz 13: Fiat Panda von 1980. Die von Giorgio Giugiaro gezeichnete kultige Kiste stand für die Renaissance pragmatischer Kleinwagen und die Rückkehr von Fiat auf die Erfolgsspur. Über vier Millionen Einheiten dieser modernen Interpretation von Renault 4 und Citroen 2 CV rollten zwischen 1980 und 2003 vom Band. Dann enthüllte Fiat – wieder in Genf - eine namensgleiche, aber deutlich größere Neuauflage.

Platz 12: BMW 1600-2 von 1966. Zum 50. Geburtstag der BMW AG präsentierten die Bayern fast zeitgleich in München und in Genf das Vorbild aller zweitürigen Sportlimousinen. Zunächst nur als 1600 mit intern angehängter „2“, ab 1968 dann als legendäre „02“. Die meist in zeitgeistigen Farben wie „inka-orange“ oder „golf-gelb“ lackierten 1602 bis 2002 tii wurden zum Inbegriff sportlicher Dynamik und begeisterten erstmals die Amerikaner für die weißblaue Marke. Die Krönung erlebten die 02-Modelle mit dem 2002 turbo von 1973. Der 170 PS starke und 210 km/h schnelle Überflieger war das erste europäische Serienauto mit Abgasturbolader.
Platz 11: Porsche 928 von 1977. Die Nachfolge des ewigen Klassikers 911 konnte der Porsche 928 zwar nicht antreten, aber doch Zeichen setzen. So erweiterte er als erstes Porsche-Spitzenmodell mit V8-Frontmotor die Modellpalette nach oben. Nach dem Debüt am Lac Léman wurde der bis zu 350 PS starke Transaxle-Sportler als erster Porsche zum „Auto des Jahres“ gekürt und immerhin 18 Jahre in fast unveränderter Form produziert. Platz 10: Toyota Prius von 1996. Zwischen den damals dicht umdrängten Salonattraktionen wie Jaguar XK8 oder Isotta Fraschini drohte die unauffällige kleine Stufenhecklimousine von Toyota fast unterzugehen. Dabei verbarg sie unter ihrem Kleid doch bereits eine Antriebstechnik des neuen Jahrtausends. Tatsächlich sollte es in Europa aber noch vier Jahre dauern bis der Prius als erstes Großserienauto mit Vollhybridtechnik an den Start ging. Mittlerweile gibt es den Prius in dritter Generation zu kaufen, und in Amerika und Japan hat sich der Kompakte mit einer Kombination aus Benzin- und Elektromotor zum Trendsetter und Bestseller entwickelt – auch wenn die Erfolgsgeschichte derzeit durch den Rückruf-Skandal getrübt wird.

Platz 9: Chevrolet Corvette von 1954. Amerikas Sportwagenikone debütierte in Europa erst mit einem Jahr Verspätung, war aber dank wegweisender Kunststoffkarosserie die Sensation des Genfer Salons. Nennenswerte Verkaufserfolge in der Alten Welt erzielte die Corvette jedoch erst in späteren Modellgenerationen, die deutlich mehr Leistung für viel weniger Geld boten und in noch aufregenderen Karosserieformen schwelgten.

Platz 8: Peugeot 206 CC von 1998. Zwei Jahre nach Vorstellung des Mercedes SLK eroberte Peugeot die Lufthoheit bei den Coupé-Cabriolets zurück. Mit dem kleinen 206 CC besannen sich die Franzosen auf ihre einstige Rolle als Erfinder des elektrisch versenkbaren Hardtops bei den Vorkriegs-Baureihen 301 bis 601 Eclipse. Als erstes erschwingliches Coupé-Cabriolet war der 206 CC bis zum Serienanlauf im Herbst 2000 Star bei allen Messeauftritten. Allein in Deutschland konnten die Franzosen die Rekordzahl von 15.000 Vorbestellungen verbuchen. Mit insgesamt 370.000 Zulassungen in sechs Jahren wurde der 2+2-Sitzer zum meistverkauften Coupé-Cabriolet aller Zeiten.

Platz 7: Renault 16 von 1965. Selten gelang Renault ein größerer Geniestreich. Mit dem R 16 etablierten die Franzosen das Konzept Frontantrieb, Heckklappe und variabler Innenraum in der anspruchsvollen Mittelklasse. Fortan stand Renault für ebenso individuelle wie pragmatische Autos. Und nebenbei war der über 16 Jahre produzierte Renault 16 Wegbereiter für die ersten erfolgreichen Sechszylinder-Schräghecklimousinen Renault 30 (1975) und Renault 25 (1984), die natürlich ebenfalls in Genf ihre Premierenparty gaben.

Platz 6: Volkswagen Scirocco von 1974. Mit quer eingebautem Motor, Frontantrieb und Schrägheck mit großer Klappe fegte der sportliche Wolfsburger die Standards der etablierten, aber technisch antiquierten Familiencoupés Ford Capri oder Opel Manta beiseite und bereitete den Weg in ein neues Auto-Zeitalter: Die Ära Golf. Tatsächlich wurde der Käfer-Nachfolger nur einen Monat nach dem Scirocco vorgestellt. Das nach einem heißen Wüstenwind benannte Sportcoupé wurde dagegen bis 1981 über 500.000-mal verkauft, dann feierte der ebenso erfolgreiche Nachfolger Weltpremiere. Natürlich in Genf. Eine Tradition, die der aktuelle Scirocco 2008 fortsetzte.

Platz 5: Lamborghini Countach von 1973. Der sensationelle Erfolg des Countach hielt die Supercar-Mode aus den 1960er-Jahren am Leben. Durch die aufregende Formensprache mit spektakulären Schwenktüren und eine scheinbar ewige Jugend inspirierte der Lamborghini zur Supersportwagenwelle der sonst so nüchternen 1980er-Jahre mit Autos wie Bugatti EB 110, Jaguar XJ 220, Ferrari F 40 oder Porsche 959. Für die Marke im Zeichen des Kampfstiers war der Countach das perfekte Bindeglied zwischen Miura (Debüt in Genf 1966) und dem Diablo (Premiere in Genf 1990).

Platz 4: Mazda MX-5 von 1990. Der kleine Japaner setzte einen Mega-Trend der 1990er-Jahre. Er verkündete die Rückkehr der erschwinglichen Roadster und rollte direkt vom Genfer Salon zu den europäischen Händlern. Bei Fiat, MG, Alfa Romeo, BMW und Porsche löste der MX-5 ein regelrechtes Roadsterfieber aus. Den Frischluft-Erfolg des MX-5 erreichte allerdings kein anderer. Mit über 800.000 verkauften Einheiten fuhr der offene Zweisitzer ins „Guinness Buch der Rekorde“.

Platz 3: Mercedes SL-Roadster von 1957. Abgeleitet vom einzigartigen Flügeltüren-SL aus dem Jahr 1954 begründet der 300 SL Roadster im Frühling 1957 ein neues Sportwagensegment. Mit luxuriöser Ausstattung, souveräner Motorisierung, Zuverlässigkeit und sportlichen Fahrtalenten ist er das perfekte Bindeglied zwischen wenig alltagstauglichen Supersportwagen und soften Boulevardcruisern. Der 300 SL setzt den Anfang der legendären Mercedes-Roadster-Reihe, die in Genf regelmäßig erneuert wird. So 1963 als 230 SL mit Pagodendach, dann 1980 als opulent geformte 380 SL/500 SL oder 1989 als 300 SL/500 SL mit automatisch ausfahrendem Überrollbügel.

Platz 2: Jaguar E-Type von 1961. Er ist der Jahrhundert-Sportwagen. Ein urbritischer Racer, dessen Anblick bei den meisten Männern zum Pulsbeschleuniger wird – sogar 50 Jahre nach der Weltpremiere in Genf. Ein Auto mit Traummaßen, endlos langer Motorhaube und aufregenden, muskulösen Kurven und einem starken Herz. 265 PS und 240 km/h genügten dem E-Type damals, um fast allen anderen Sportlern davon zu stürmen. Und die Proportionen der Karosserie wurden zum Vorbild und Maß vieler Roadster. So überrascht es nicht, dass der E-Type das erste Jahrzehnt der Supersportwagen einleitete, das Boliden hervorbrachte von Lamborghini, Iso-Rivolta, De Tomaso oder Monteverdi, aber
Platz 1: Audi quattro von 1980. In der deutschen Oberklasse ist heute Platz für drei Marken. Die Basis dafür setzte der Audi quattro. Die Haftwirkung des zuverlässigen Allradantriebs schenkte Audi erstmals ein starkes Image und dem damals international eingesetzten Werbespruch „Vorsprung durch Technik“ Glaubwürdigkeit. Mit dem Erfolg der Ingolstädter begann in den 1980er-Jahren eine technische Innovationswelle bei fast allen Herstellern. Turbos, Vierventil-Technik und Elektronik waren fortan Pflicht. Derweil präsentierte sich der quattro in immer stärkeren und erfolgreicheren Versionen auf Rallyepisten und Autobahnen. Den Leistungsgipfel bildete ab 1984 der Sport quattro mit straßentauglichen 304 PS oder damals unglaublichen 600 PS für die Erstürmung des legendären Pikes-Peak-Bergrennens.

Quelle: http://www.welt.de/motor/article6647040/...n-80-Jahre.html



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diedoro
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RE: Die 20 wichtigsten Autos der letzten 80 Jahre: NSX auf Platz 16

#2 von Black Diamond , 20.04.2010 15:43

Sehr interessant. Da sind schon tolle Auto´s bei. Den Kommentar zum NSX finde ich gut.


Black Diamond


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