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Die Philosophie hinter unseren Autos

#1 von Märchenonkel , 04.03.2018 09:39

Ein Freund von mir besitzt drei Autos. Einen alten Polo, einen Volvo Amazone und eine frühe E-Klasse. Er hat alle drei aufwändig restauriert, die Motoren komplett überholt, neu abgedichtet, jede einzelne Schraube, jedes rostanfällige Metallteilchen durch verzinkte Varianten ersetzt - völlig unwirtschaftlich, aber er hat auch nicht vor, die Autos zu verkaufen. Sie sollen ihn bis an sein Lebensende begleiten.
Ich dagegen habe irgendwann festgestellt, dass es mir vor allem ums Fahren geht. Nachvollziehbar wenn man berufsbedingt ca. 100.000km im Jahr macht. Da möchte ich Abwechslung haben und vor allem möchte ich in Autos sitzen, bei denen ich die Straße spüre, die Art, wie der Motor arbeitet, das Kurvenverhalten, die mechanischen Besonderheiten. Ich will mich nicht langweile. Dafür sind moderne Autos ungeeignet. So habe ich nach und nach 12 Autos angesammelt. Damit es nicht mehr werden, stehen zwei immer auf mobile, kommt einer weg, kommt einer dazu. Am liebsten sind mir Hondas, weil ich sie einfach immer einen Tick besser und charmanter finde, deshalb hab ich fünf davon, aber ausschließlich mag ich mich doch nicht auf eine Marke konzentrieren, daher habe ich noch andere. Langfristig möchte ich verkleinern, aber das fällt mir schwer, weil die emotionale Bindung zu den Autos zu groß ist, um sie ersatzlos aufzugeben.

Ich bin sicher, es gibt aber noch hundert andere Arten, mit diesem schönen Hobby umzugehen.


 
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RE: Die Philosophie hinter unseren Autos

#2 von 213S , 05.03.2018 00:13

Mir ist mittlerweile der historische Hintergrund wichtiger, als das eigendliche Automobil.
Ich meine hier also "historisch" im Sinne von "warum ist es so, und seit wann" und nicht die Historie eines bestimmten Automobils.

Als Beispiel nehme ich da den Anreiz sein Auto zu verschönern, zu verändern.
Wo war es das erste Mal ? Wer war es ? Ist der Grund es zu tun immer derselbe gewesen ?

Darüber zu philosophieren macht Spass. Umso mehr, wenn man für sich neue Dinge/Beispiele dabei entdeckt.


 
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RE: Die Philosophie hinter unseren Autos

#3 von 213S , 05.03.2018 12:50

Wenn ein geliebtes Auto wegen einer Querschnittslähmung nicht mehr gefahren werden kann und der Wiederverkaufswert des Autos auch noch zu gering geworden ist....

...ja, dann ist unter Umständen ein Umbau notwendig um den Rollstuhl transportieren zu können:








Seine Philosophie war: "So traurig mein Leben im Rollstuhl auch geworden ist, der Hemi bringt mein Herz zum lachen"

👍😉


 
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zuletzt bearbeitet 05.03.2018 | Top

RE: Die Philosophie hinter unseren Autos

#4 von oz42 , 12.03.2018 23:39

Mancher restauriert seine Autos und findet's toll, ich fahre sie lieber. Ob meinen Insight, den Smart oder damals den Opel Admiral meiner damaligen Frau - egal, hauptsache, ich fühle mich wohl in dem Ding. Wobei ich dann doch immer wissen will, wie alles funktioniert, welche Schwachstellen es gibt und solche Dinge.


 
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RE: Die Philosophie hinter unseren Autos

#5 von HondaLegend , 13.03.2018 07:06

Hi,
Ich hab meinen Wagen ja nicht als Yountimer gekauft, sondern mit ca. 7Jahren als Alltagswagen. Aber weil er so gut gehalten hat, und mir soviel Spass macht will ich ihn solange wie möglich behalten. Aufwändig restaurieren will ich eigentlich nicht. Ich fahre eben nur noch bei schönem Wetter, dass er mir nicht zu bald rostet. Ständig andere Autos will ich nicht. Ich möchte eben MEIN Auto für MICH erhalten, das ist alles.

Mir macht aber mein neuerer Legend auch Spass zu fahren. Mal sehen, wie lange der durchhält.


 
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RE: Die Philosophie hinter unseren Autos

#6 von Pauleg2 , 13.03.2018 10:15

Ich bin auch einer der lieber fährt als restauriert! Liegt aber daran, dass ich
zwei linke Hände habe!
Die "alten" Hondas zu fahren macht mir richtig Spaß, besonders wenn man
irgendwo neben so einen Blechklumpen (SUV) oder anderem Schickimicki Karren
(Mercedes GLC, BMW X6 usw.) auf deren Radnabenhöhe her fährt!
Wenn dann auch noch die Leute, die solche Dinger fahren auf dem Hobbywaschplatz
oder sonst irgendwo auf mich zu kommen und über das schöne "alte" Auto mit mir
diskutieren wollen, macht es mir nochmal so viel Spaß!


Erster Praktikant im HRT-OWL!



Märchenonkel
findet das lustig!
 
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RE: Die Philosophie hinter unseren Autos

#7 von Kröte , 14.06.2018 21:22

Man mag es kaum glauben, aber auch ich bin tatsächlich jemand, der lieber fährt als restauriert - was aber nichts daran ändert, dass ich mir das schrauben zur Lebensaufgabe gemacht habe und ich momentan sogar dabei bin beruflich noch mehr in Richtung Restauration zu gehen.
Was die Autos für mich ausmacht, ist dass sie mich überzeugen in Sachen Design, Fahrspaß, Verarbeitung, etc. und für mich einfach was besonderes sind. Der Shuttle als mein erstes eigenes Auto überhaupt, der Civic als mein erstes selbstgekauftes Auto, der Prelude war einfach Liebe auf den ersten Blick und den Volvo, den ich im Alltag fahre fand ich bereits zu Zeiten als es ein Neuwagen war absolut klasse. Damals schon wollte ich unbedingt so einen haben. Auf der Liste stehen noch einige andere Fahrzeuge, aber meine finanzielle Situation und mein letztes Fünkchen Vernunft halten mich zum Glück davon ab, noch mehr zu horten. :D
Ein weiterer Aspekt bei meinen Fahrzeugen ist mein Drang etwas zu erschaffen und / oder zu perfektionieren. Die meisten Fahrzeuge sind Massenprodukte bei denen in Detaillösungen oft Kompromisse eingegangen wurden oder die schlichtweg unter anderen Gesichtspunkten entwickelt wurden. Diese Kompromisse versuche ich nach meinem Idealbild auszumerzen um letztendlich das Fahrzeug so vor mir zu haben, dass es keinen Punkt mehr gibt, der mich in irgendeiner Weise stört. Natürlich besteht auch ein gewisser Reiz, sowas so umzubauen, dass es für den Laien nicht einmal erkennbar ist, aber das Hauptaugenmerk liegt wirklich darauf, das für mich in jeglicher Hinsicht perfekte Objekt zu erschaffen - und zwar sowohl in Sachen Optik und Haptik als auch Klang und Fahrgefühl.



 
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RE: Die Philosophie hinter unseren Autos

#8 von natic , 14.06.2018 21:49

Mein erstes Auto, einen 92er Passat mit Vollausstattung von meinem Vater, hätte ich gern länger gefahren. Aber leider ist mir 2005 ein LKW hinten drauf gefahren. Dann kam ein Standart Polo (der sich als Montagsauto entpuppte), den ich einfach nur gefahren bin, bis ich ihn an meinen Bruder abgegeben habe, der wegen Unfallschaden dringend ein Auto brauchte.

Den Prelude habe ich dann ja geerbt. Da ich damals kein Auto besaß, war der Plan den 15 Jahre alten Wagen einfach zu fahren bis er kaputt ist. Inzwischen ist mir mein erster Honda aber ans Herz gewachsen
Klimaanlage im Sommer und Tempomat auf langen Autobahnetappen fehlen mir allerdings immer noch (hatten davor alle meine Wagen), der Verbrauch ist hoch und besonders bequem sitze ich aufgrund meiner Körpergröße auch nicht. Dafür gab es aber bislang noch keine Defekte (das war bei meinen vorigen VWs ganz anders) oder Rost. Und vorallem genieße ich es ein Modell zu fahren, das man nicht an jeder Ecke sieht (genaugenommen eigentlich fast nie).
Da ich den ganze modernen Elektrokrempel nicht vermisse und zurzeit nicht mit dem Auto pendele, bleibt er bis auf weiteres als Erstwagen bei mir.


 
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RE: Die Philosophie hinter unseren Autos

#9 von Kröte , 14.06.2018 22:03

Ich habe gerade beim Duschen noch ein wenig über das Thema nachgedacht.
Meine Autos sind für mich auch ein Ruhepol um dem Alltagsstress zu entfliehen, um abzuschalten und runterzukommen. Der Shuttle und der Volvo vielleicht weniger, der Civic und der Prelude dafür um so mehr. Wenn ich dort hinter dem Steuer sitze, dran schraube oder auch manchmal einfach nur da sitze und sie anschaue bin in meiner eigenen, kleinen, heilen Welt und alles andere wird zweitranging.
Auch sind sie für mich eine Art Kunstwerk. Eine Möglichkeit mich selbst und meine Ideen zu verwirklichen, ein Stück weit die eben erwähnte kleine Welt zu erschaffen und mich darzustellen.
An den Wagen hängen auch viele Erinnerungen. Erinnerungen an Höhen und Tiefen der vergangenen Jahre / des vergangenen Jahrzehnts. Erinnerungen an Orte, an denen ich mit ihnen gewesen bin, an Leute mit denen ich unterwegs war, Freunde die ich mit ihnen Besucht habe...

Je mehr ich drüber nachdenke, desto sicherer werde ich mir, dass ich mich wohl nie von einem der Autos trennen werde - komme was wolle und koste es, was es wolle.



 
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RE: Die Philosophie hinter unseren Autos

#10 von paparis , 05.07.2018 21:58


http://www.wahrheit-jetzt.de/html/sklaven.html



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